Verfasst am 04.05.2009 20:55:01 Uhr Ich bin Joecool
Ich bin der Mann aus dem Hinterzimmer, der mit dem tief sitzenden Hut der einen doppelten Whisky in Harry's Bar bestellt.
Ich bin der Mann ohne Gewissen, oder zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.
Ich bin die Feuchte zwischen deinen Beinen und nicht nur weil mir mein Glas umgekippt ist.
Ich bin Joecool und das obwohl ich Angst vorm fliegen, engen Räumen, vielen Menschen und einer Frau habe, die mich versteht.
Nicht nur das Kostüm viel unangenehm auf, sondern es war vermutlich mein schwanken und die unkoordinierten Versuche mich auf den Beinen zu halten.
Böse Blicke bin ich gewohnt, und ab und zu auch mal ein
>> Arschloch <<
Doch neulich entlockte ich den Anwesenden, dass komplette Repertoire an Schimpfwörtern und sogar ganzen Sätzen.
Liebe tut weh! Nicht mehr geliebt zu werden noch viel mehr!!
Kein Mensch sollte auf die Idee kommen, wenn er verlassen wird eine fröhliche Party zu feiern, jedenfalls nicht dort wo es genug Alkohol gibt und schon gar nicht mit Freunden.
„Ich dachte na' scheiß drauf!“
Nur das es ausgerechnet eine Kostüm Party sein musste, nehme ich mir jetzt noch übel.
Ich komme nicht aus dem Ruhrgebiet und eigentlich hasse ich Karneval.
>> Auf Kommando fröhlich sein...Zzzz <<
Doch auf einer privaten Feierlichkeit eines befreundeten Pärchens, außerhalb der fünften Jahreszeit macht man schon mal eine Ausnahme.
Ich hätte mir vielleicht vorher die Einladung genau durchlesen sollen.
Es gab ein Motto!
Meinen verwaschener Tiger String Body hatte ich das letzte mal an, als ich einer dieser blöden „sauf Wetten“ verloren hatte.
Da war ich 22!
Zwanzig Jahre später und einige.... ok, etliche Kilos mehr, passe ich nur noch bedingt hinein.
Die entsetzten Blicke meiner Freundschaft, übersah ich höflich, als ich schon sturzbetrungen zum Ende der Party bei Ihnen aufschlug.
„Weiß für den Frieden“, war Ihr Motto.
Na ok, ich passte hier nicht wirklich hin, doch sauer waren Sie doch nur, weil ich in ihre beschissene Bowle gekotzt habe und das nur, weil ich mir ständig anhören musste, „esse doch lieber mal eine Kleinigkeit, anstatt soviel zu trinken.“
Was laden Sie mich überhaupt ein?
Ich wollte nicht essen!
Sie haben sich bis heute nicht gemeldet, obwohl ich Ihnen noch 40 € für das Taxi schulde!
Ich bin mir sicher, mein Liebeskummer war Ihnen scheiß egal.